
Ein Fest für die ganze Schweiz
Das Wallis will das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest 2031 nach Raron–Visp holen. Die Kandidatur verbindet einen geeigneten Standort mit vorhandener Infrastruktur, Erfahrung mit Grossanlässen und einer breiten Unterstützung aus Sport, Politik und Gesellschaft.

Von der Idee zur Kandidatur
Im Jahr 2024 beauftragte der Walliser Kantonale Schwingerverband eine Machbarkeitsstudie für ein Eidgenössisches Schwing- und Älplerfest im Wallis. Die im Frühjahr 2025 vorgelegten Ergebnisse bestätigten, dass eine Durchführung im Raum Raron–Visp realistisch und umsetzbar ist.
Kanton und Standortgemeinden sicherten ihre Unterstützung zu. 2025 wurde der Verein «Kandidatur ESAF/FFLS 2031 Valais/Wallis» gegründet. Seither arbeiten kantonale Dienststellen, Gemeinden, Verkehrsunternehmen, Fachplaner und weitere Spezialisten gemeinsam an der Bewerbung.
Turnusgemäss ist 2031 der Südwestschweizer Schwingerverband an der Reihe, das Eidgenössische Schwing- und Älplerfest auszurichten. Über den Austragungsort wird am 21. März 2027 im Rahmen der Delegiertenversammlung des Eidgenössischen Schwingerverbands entschieden. Mit seiner Kandidatur will das Wallis ein ESAF schaffen, das die ganze Schweiz verbindet: ein zweisprachiges Fest, das Brücken baut und Sprach- und Kulturvielfalt mit der gemeinsamen Leidenschaft für den Schwingsport zusammenführt.
Aus einer Idee ist ein gemeinsames Projekt geworden.
Hart, aber herzlich.
Der Claim verbindet zwei Seiten, die sowohl zum Schwingsport als auch zum Wallis passen. Schwingen verlangt Kraft, Ausdauer und Haltung. Gastgeber zu sein bedeutet Offenheit, Respekt und Freude an der Begegnung.
Genau diese Verbindung soll das ESAF 2031 prägen: professionell organisiert und bodenständig, gross in seinen Dimensionen und persönlich im Umgang mit den Menschen.
Generationenprojekt
Die Kandidatur soll über ein Festwochenende hinaus wirken. Sie will den Schwingsport im Wallis stärken, junge Menschen für den Sport begeistern und Vereine sowie Freiwilligenarbeit sichtbar machen.
Deutsch- und französischsprachige Regionen arbeiten dabei gemeinsam an einem Projekt, das Menschen aus der ganzen Schweiz zusammenbringen soll.

Das Wallis kennt grosse Veranstaltungen
Grossveranstaltungen gehören zur jüngeren Geschichte des Kantons. Unterschiedliche Formate haben gezeigt, dass das Wallis komplexe Anlässe organisieren und gleichzeitig grosse Besucherzahlen aufnehmen kann.
2015
Eidgenössisches Schützenfest – auf dem Gelände des vorgesehenen ESAF-Standorts.
2017
Eidgenössisches Jodlerfest in Brig mit mehr als 12’000 Aktiven und gegen 180’000 Besucherinnen und Besuchern.
2022
Pfadi Bundeslager im Goms mit mehr als 30’000 Teilnehmenden aus der ganzen Schweiz.
2025
UCI Mountainbike-Weltmeisterschaften: Im Wallis fanden erstmals alle acht Disziplinen in einer einzigen Region statt.
2027
FIS Alpine Ski-Weltmeisterschaften in Crans-Montana mit den weltbesten Athletinnen und Athleten.
Diese Erfahrungen ersetzen keine sorgfältige Planung eines ESAF. Sie zeigen aber, dass im Wallis Know-how, Institutionen und Partner vorhanden sind, die Grosses gemeinsam umsetzen können.

Auf einem soliden Fundament
Das Finanzierungskonzept verbindet die Unterstützung der öffentlichen Hand mit der wirtschaftlichen Stärke des Wallis und einem schweizweiten Partnernetzwerk. Die Struktur orientiert sich an den bewährten Finanzierungsmodellen früherer Eidgenössischer Schwing- und Älplerfeste.
Eine tragende Säule bildet die Unterstützung durch den Sportfonds des Kantons Wallis. Gleichzeitig verfügt der Kanton über eine vielfältige Wirtschaftsstruktur mit Industrie, Energie, Bau, Finanzwirtschaft, Tourismus, Dienstleistungen und einer starken KMU-Landschaft.
Erste Gespräche mit potenziellen Partnern zeigen Interesse an der Kandidatur. Definitive Partnerschaften werden erst kommuniziert, wenn sie bestätigt sind.
Bestehendes nutzen. Verantwortung übernehmen.
Nachhaltigkeit wird in der Kandidatur ökologisch, gesellschaftlich und wirtschaftlich verstanden.
Ökologisch
Das bestehende Flugplatzareal, die Autobahnanbindung und leistungsfähige Fernverkehrsbahnhöfe reduzieren den Bedarf an neuen Infrastrukturen. Ziel ist es, 55 Prozent der Anreisen mit öffentlichen Verkehrsmitteln abzuwickeln. Bodenschutz, der respektvolle Umgang mit angrenzenden Naturräumen und strukturierte Abfalltrennung sind Teil der Planung.
Sozial
Das ESAF soll ein Volksfest bleiben. Erschwingliche Campingangebote, ein breites Vereinsnetz und die Einbindung von Helferinnen und Helfern aus unterschiedlichen Regionen sollen dazu beitragen.
Wirtschaftlich
Regionale Handwerksbetriebe, Gastronomie, Produzenten und Dienstleister sollen von der Veranstaltung profitieren. Auch Gäste, die früher anreisen oder länger bleiben, schaffen Wertschöpfung über das eigentliche Festgelände hinaus.